Sven Sinclair

Musik nur Musik und doch Musik


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The melancholy of techno

„This is the kind of melancholy most likely only techno have got. When your inner world breaks apart but the outer world keeps you moving to the beat.“
– Sven Sinclair

Eigentlich habe ich mir garnicht so viel dabei gedacht, als ich diese paar Zeilen vor einigen Monaten unter einen Track schrieb. Es waren die Gedanken des Moments. Nach einer langen und zerfeierten Nacht, nach einer wundervollen AJO Party mit Kavaro und Codex Empire, empfinde ich den Track immer noch genauso mit genau diesen Worten.

Ein guter Grund ihn in meinem Blog auch festzuhalten, wenn er schon 241 mal geliked wurde. (o:


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Warum weibliche Avatare in Computerspielen eben doch wichtig sind

Eigentlich dachte ich nicht, dass man dieses Thema groß erklären müsste – aber ist ja nicht das erste mal, dass ich mich irre (Notiz an mich selbst: Nicht zur Gewohnheit werden lassen!).

Seit ich ein kleiner junge war habe ich Computer gespielt. Meine Helden aus diesen Spielen hießen beispielsweise Mario, Link oder waren namenlos wie dieser Kerl aus Doom. In den aller meisten Fällen waren es jedoch Männliche Charaktere. Für mich als Junge war das nie ein Problem und darum habe ich dem wohl auch nie eine wirkliche Aufmerksamkeit beigemessen.

Lange habe ich Ultima Online auf Rollenspiel Freeshards gespielt, ein frühes MMORPG in welchem es selbstverständlich männliche und weibliche Charaktere gab, man spielte schließlich seinen Avatar wie man ihn haben wollte. Bald gab es World Of Warcraft, selbstverständlich konnte man auch hier weibliche Charaktere erstellen (ja auch als Mann). War das ein Problem? Natürlich nicht, warum auch? Ist doch cool wenn jeder seinen Charakter so gestalten kann wie er will und stellen wir uns einmal das Absurde Szenario vor, es hätte bei WOW nur männliche Charaktere gegeben oder maximal weibliche NPCs. WOW ware wie UO ein Spiel wo man verhältnismäßig viele Frauen und Mädchen traf, bei Spielen wie Battlefield, Counterstrike ect. pp. War das doch eher selten der Fall. Nun will ich nicht sagen, dass man damals mehr Frauen in Counterstrike getroffen (Anmerkung: Lustige Doppeldeutigkeit, haha!) hätte, wenn es auch weibliche Models gegeben hätte. Aber anders betrachtet, hätte es bei WOW keine weiblichen Avatare gegeben, wäre dieses Spiel nicht so erfolgreich gewesen bei weiblichen Spielerinnen.

Viele Spieler und Spielerinnen identifizieren sich mit dem Charakter den sie spielen, die einen mehr, die anderen weniger. Manche mit mehr Abstand, andere sehr viel stärker. Dies will ich nicht weiter bewerten, nur festhalten das es das gibt (dies war sehr stark merkbar bei UO Rollenspielservern). Für uns Jungs gab es das immer im Übermaß, seit Jahrzehnten schon. Für Mädchen ist das sehr rar.

Erzieherisch befürchte ich, spielt dies aber für Mädchen noch eine viel größer Rolle als für Jungs. Jungs identifizieren sich meist nicht übermäßig Stark mit den Spielfiguren mit welchen sie spielen, sonst wäre die He-Man Generation vermutlich eine Generation von lauter Steroiden fressenden Muskelpaketen geworden. Wenn man sich nun mal aber diese ganze Diskussion um Barbie ins Gedächtnis ruft und wie problematische diese unrealistische Idealfigur für viele junge Mädchen ist, scheint das anders herum schwerwiegender zu sein (Anmerkung: Ganz klare Vermutung aus meinen Beobachtungen heraus! Soweit bin ich nicht im Thema!).

Davon jetzt mal ab, dass es meistens eh eher darum geht Profite zu maximieren. Hier dadurch, dass wenn man möglichst alle Geschlechter anspricht, einen größeren Kundenmarkt erhoffen kann . Ist dies ja eine Entwicklung die sich nicht nur in Computerspielen zeigt. Auch im Wrestling (WWE ehemals WWF) gibt es ja inzwischen Frauenwrestling – wobei zugegeben, dazu könnte man eine weitere Abhandlung zu schreiben und auch Themen wie Sexismus anreißen ect. pp. – generell aber ist es schon ein Schritt in Richtung Gleichberechtigung was ich befürworte.

Durch weibliche Charaktere bricht sich jedenfalls Niemanden einen Zacken aus der Krone. Es bereichert größtenteils ein Spiel weil es eine Auswahlvielfalt schafft, die man nutzen kann – aber nicht nutzen muss. Es lässt höchstens ein bisschen das Kopfpatriarchat einiger Leute in ihren Computerspielen bröckeln.

Bei Spielen, welche den Anspruch haben historisch korrekt zu sein, wäre es natürlich kontraproduktiv da zwanghaft eine Geschlechterauswahl zu ermöglichen. Aber in spielen wo man einen Avatar spielt, gehört es für mich in der heutigen Zeit dazu und ich bin froh um diese Entwicklung.


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Spaghetti in würzigem Knoblauchöl

Benötigt wird:
1 Packung Spaghetti (500g)
Knoblauchöl
2x dicke Knoblauchzehen
eine handvoll roter Pepperoni (auch Pfefferoni/Pfefferonen genannt) ca. 12
eine handvoll frischer Basilikumblätter mind. 12
Chilipulver
Balsamico Essig

Zubereitung:
Einiges an Knoblauchöl in eien Schale geben (so das alle Zutaten darin schwimmen). Den Basilikum klein rupfen mit den Fingern und ins Öl geben (am Basilikum solltet ihr nicht spaaren). Knoblauchzehen in sehr dünne Scheiben schneiden und ins Öl geben. Die roten Pepperoni ebenfalls in streifen schneiden und ins Öl geben. Dann noch etwas Chilipulver (zum schärfen) und etwas Balsamico Essig zum Öl zugeben (rundet für mich den Geschmack ab). Macht das ruhig alles nach Gefühl und wie es auch am besten schmeckt, schmeckt es vorher mit einem kleinen Löffel ab.

Das Ölgemisch eine Weile ruhen lassen, damit das Öl den Geschmack der ganzen Zutaten aufnimmt. Heißt mind. 15 Min. ruhig noch ein paar Minuten länger.

Die Spaghetti ganz normal 7 Minuten in kochendem Salzwasser köcheln, abgießen und dann das Ölgemisch zu letzt drüber. Fertig.

Spaghetti in würzigem Knoblauchöl


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Die Bundeswehr auf der Gamescom

Als ich Heute erfuhr, dass die Bundeswehr auf der Gamescom vertreten war, wurde ich wirklich sauer. Nun bin ich nicht der Typ Mensch der einfach in den Raum stellt ich bin sauer, sondern ich mag auch den Leuten erklären warum, schließlich habe ich ja nicht eine ganz unwichtige Rolle innerhalb einer Gaming Community.

Vor kurzem war der Amoklauf in München, hier rüber brauche ich nicht viele Worte verlieren. Aber ich denke die meisten die dies lesen, wissen nur zu gut, wie die Politik seit dem wieder gegen Killerspiele hetzt. Die Bundeswehr ist für mich (im weiteren Sinne) ein politisches Organ, die Präsenz der Bundeswehr auf einer Computerspielemesse, ist für mich sehr politisch. Diese Doppelmoral finde ich unter anderem auch zum kotzen, vorne rum gegen Killerspiele hetzen, hinten rum versuchen diese Leute für die Bundeswehr zu begeistern.

Aber viel Wichtiger, für mich als Spieler ist da eine klare Grenze, es sind Computerspiele! Da sterben keine echten Menschen, ich werde weder zum Mörder noch zum Opfer. Es ist ein sehr geschützter Rahmen. Durch das spielen wurde mir eines sehr schnell klar – In einer echten Gefechtssituation, stirbt man sehr schnell und oft weiß man nicht mal woher die Schüsse kamen, egal wie vorsichtig man ist. Für mich ist Heute klar, ich möchte keinen Menschen töten müssen in meinem Leben. Damit musste ich mich noch auseinandersetzen, denn ich war noch Kriegsdienstverweigerer, das gibt es heute nicht mehr. Das wirkliche, richtige auseinandersetzen, kam aber eigentlich noch viel später, mit Mitte 20.

Bei Moondye7 haben wir sehr viele sehr junge Zuschauer, ich war auch sehr jung, als ich anfing „Killerspiele“ zu spielen und durch die Facebook Statistiken weiß ich, dass viele unserer Zuschauer in genau dem Alter sind. Damals war ich noch nicht so reflektiert, hatte noch nicht diese klaren Grenzen für mich wo Spiel anfängt oder aufhört und ja ich war durchaus zu begeistern mit Panzern, Gewehren und Co.

Genau das kotzt mich an. Der versuch schon so jung Leute einzulullen, es auszunutzen, dass da eben noch kein so reflektierter Umgang herrscht und der Umstand das töten noch ein Spiel ist für diese jungen Menschen. Hier sehe ich mich nun mal in der Position schützend zu handeln.

Für mich ist es sehr wichtig, dass ein Mensch der eine Waffe in die Hand nimmt im echten Leben sich damit auseinandergesetzt hat was es heißt im Zweifelsfall töten zu müssen und auch getötet zu werden, was das heißt für Familie, Freunde und Umfeld. Vielleicht stellt ihr euch einfach mal vor wie es für euch wäre, wenn eure kleinen Geschwister oder Eltern euch sagen würde, dass sie Dienst an der scharfen Waffe vollführen werden und vielleicht auch mal ein paar Monate in Krisenregionen müssen deswegen.

Ich weiß nicht ob meine Einwände für alle nachvollziehbar sind. Aber ich hoffe sehr, dass unsere Zuschauer, gerade die jüngeren, diesbezüglich sehr reflektiert sind und sich erst mal gründlich Gedanken machen und vielleicht auch was das heißt, dass die Bundeswehr auf einer Spielemesse war und ob das richtig ist, ob sie das selber wollen.


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Glück ist Vergänglichkeit

…oder auch der Kampf zwischen Emotion und Intellekt. Wenn man ehrlich reflektiert und auch ehrlich ist zu sich, dann ist einem eigentlich absolut klar, dass Vergänglichkeit ein Glück ist.

Das Leben wäre so trostlos und leer, wenn alles im Leben zu einer Selbstverständlichkeit verkommen würde. Wie sollten wir etwas wirklich wertschätzen können, wenn es nicht in seiner Einzigartigkeit von der Vergänglichkeit behaftet wäre? Erst genau diese Vergänglichkeit ist es, welches einen Moment, eine Sache, so unglaublich wertvoll macht und es diesem unfassbar großen wert verleiht.

Je mehr ich mir der all gegenwärtigen Vergänglichkeit bewusst werde und sie auch lebe, desto mehr kann ich die Dinge wertschätzen und dankbar für sie sein.

…Nachtgedanken halt. Man braucht nicht meiner Meinung sein, es ist mehr so für mich, dies mal niederzuschreiben. (o: