Sven Sinclair

Musik nur Musik und doch Musik


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Die Bundeswehr auf der Gamescom

Als ich Heute erfuhr, dass die Bundeswehr auf der Gamescom vertreten war, wurde ich wirklich sauer. Nun bin ich nicht der Typ Mensch der einfach in den Raum stellt ich bin sauer, sondern ich mag auch den Leuten erklären warum, schließlich habe ich ja nicht eine ganz unwichtige Rolle innerhalb einer Gaming Community.

Vor kurzem war der Amoklauf in München, hier rüber brauche ich nicht viele Worte verlieren. Aber ich denke die meisten die dies lesen, wissen nur zu gut, wie die Politik seit dem wieder gegen Killerspiele hetzt. Die Bundeswehr ist für mich (im weiteren Sinne) ein politisches Organ, die Präsenz der Bundeswehr auf einer Computerspielemesse, ist für mich sehr politisch. Diese Doppelmoral finde ich unter anderem auch zum kotzen, vorne rum gegen Killerspiele hetzen, hinten rum versuchen diese Leute für die Bundeswehr zu begeistern.

Aber viel Wichtiger, für mich als Spieler ist da eine klare Grenze, es sind Computerspiele! Da sterben keine echten Menschen, ich werde weder zum Mörder noch zum Opfer. Es ist ein sehr geschützter Rahmen. Durch das spielen wurde mir eines sehr schnell klar – In einer echten Gefechtssituation, stirbt man sehr schnell und oft weiß man nicht mal woher die Schüsse kamen, egal wie vorsichtig man ist. Für mich ist Heute klar, ich möchte keinen Menschen töten müssen in meinem Leben. Damit musste ich mich noch auseinandersetzen, denn ich war noch Kriegsdienstverweigerer, das gibt es heute nicht mehr. Das wirkliche, richtige auseinandersetzen, kam aber eigentlich noch viel später, mit Mitte 20.

Bei Moondye7 haben wir sehr viele sehr junge Zuschauer, ich war auch sehr jung, als ich anfing „Killerspiele“ zu spielen und durch die Facebook Statistiken weiß ich, dass viele unserer Zuschauer in genau dem Alter sind. Damals war ich noch nicht so reflektiert, hatte noch nicht diese klaren Grenzen für mich wo Spiel anfängt oder aufhört und ja ich war durchaus zu begeistern mit Panzern, Gewehren und Co.

Genau das kotzt mich an. Der versuch schon so jung Leute einzulullen, es auszunutzen, dass da eben noch kein so reflektierter Umgang herrscht und der Umstand das töten noch ein Spiel ist für diese jungen Menschen. Hier sehe ich mich nun mal in der Position schützend zu handeln.

Für mich ist es sehr wichtig, dass ein Mensch der eine Waffe in die Hand nimmt im echten Leben sich damit auseinandergesetzt hat was es heißt im Zweifelsfall töten zu müssen und auch getötet zu werden, was das heißt für Familie, Freunde und Umfeld. Vielleicht stellt ihr euch einfach mal vor wie es für euch wäre, wenn eure kleinen Geschwister oder Eltern euch sagen würde, dass sie Dienst an der scharfen Waffe vollführen werden und vielleicht auch mal ein paar Monate in Krisenregionen müssen deswegen.

Ich weiß nicht ob meine Einwände für alle nachvollziehbar sind. Aber ich hoffe sehr, dass unsere Zuschauer, gerade die jüngeren, diesbezüglich sehr reflektiert sind und sich erst mal gründlich Gedanken machen und vielleicht auch was das heißt, dass die Bundeswehr auf einer Spielemesse war und ob das richtig ist, ob sie das selber wollen.


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Glück ist Vergänglichkeit

…oder auch der Kampf zwischen Emotion und Intellekt. Wenn man ehrlich reflektiert und auch ehrlich ist zu sich, dann ist einem eigentlich absolut klar, dass Vergänglichkeit ein Glück ist.

Das Leben wäre so trostlos und leer, wenn alles im Leben zu einer Selbstverständlichkeit verkommen würde. Wie sollten wir etwas wirklich wertschätzen können, wenn es nicht in seiner Einzigartigkeit von der Vergänglichkeit behaftet wäre? Erst genau diese Vergänglichkeit ist es, welches einen Moment, eine Sache, so unglaublich wertvoll macht und es diesem unfassbar großen wert verleiht.

Je mehr ich mir der all gegenwärtigen Vergänglichkeit bewusst werde und sie auch lebe, desto mehr kann ich die Dinge wertschätzen und dankbar für sie sein.

…Nachtgedanken halt. Man braucht nicht meiner Meinung sein, es ist mehr so für mich, dies mal niederzuschreiben. (o:


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Drifting

Da mir mein Job im Moment meine Zeit raubt und privat auch vieles ansteht, veröffentliche ich mal einen Track der eigentlich nru als Füller für Sets gedacht war. Mir geht es aber eh immer etwas darum, zu zeigen wie mein aktueller Sound ist und das schafft der Track ganz gut, auch wenn er nicht auf Stimmung setzt. (o:


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Spiderweb

Da das hier immer noch recht stressig alles ist mit den Nachbarn, diesmal ein Track aus meinem Repository.

…ich denke ich muss denen mal klar machen wie die Rechtslage ist. (o:

Hoffe der Track gefällt euch. Als Info noch, er ist im großen Abmischmaraton von mir mit abgemischt worden.

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